Zwei Leuchten können gleich hell sein und Farben trotzdem verschieden zeigen. Die eine macht Holz braun, die andere grau. Dafür gibt es den Farbwiedergabeindex, kurz CRI (Colour Rendering Index). Manchmal steht dafür auch Ra. Gemeint ist dieselbe Idee: wie nah die Farben an einem Referenzlicht liegen.
100 ist die beste Note in dieser Skala. Alltagsleuchten liegen meist bei 80 oder 90.

Dieselben Farbflächen, andere Wiedergabe. Zeichnung: WIRplus.
💡 80 oder 90
| CRI | Was man sieht | Passt zu |
|---|---|---|
| 80 | Farben stimmen, feine Töne gehen unter | Lager, Technikraum, viele Flure |
| 90 | Haut, Holz, Stoff und Lebensmittel bleiben getrennt | Büro, Verkauf, Praxis, Wohnung, Schule |
| über 90 | kleine Farbunterschiede bleiben sichtbar | Druck, Textil, Museum |
CRI ist keine Helligkeit. Eine Leuchte mit CRI 90 kann weniger Lumen haben als eine mit CRI 80. Lumen (lm) zählen das Licht, CRI beschreibt die Farben darin.
🔧 Wo man den Unterschied merkt
Der Sprung von 80 auf 90 fällt auf, wenn Menschen lange unter dem Licht arbeiten oder wenn Ware bewertet wird. In einer hohen Lagerhalle, in der nur Etiketten gelesen werden, bringt CRI 90 selten etwas. An einem Empfang oder über einem Esstisch schon.
Die Lichtfarbe in Kelvin (K) ist ein anderes Thema. 3000 K kann CRI 80 oder CRI 90 haben. Beides steht getrennt auf dem Datenblatt.
Wirplus achtet bei Aufenthaltsräumen auf CRI 90, wenn die Leuchte das hergibt. Im Nebenraum darf es die schlichtere Linie sein.