Was in der Halle schiefgeht
Hohe Regale, schmale Gänge, ein Scanner, der die Ziffer nur knapp zeigt. Die Kommissioniererin fährt den Gang und verliert das Etikett im Schatten des eigenen Mastes. Der Staplerfahrer braucht die Kreuzung früher, als die Leuchte über ihm hell ist. Die Reinigung kommt in der Pause und findet Ölfilme, die im schönen Mittelwert unsichtbar waren. Die Leitung zahlt eine Halle, die auch um 2 Uhr voll brennt, obwohl nur eine Reihe arbeitet.
Logistik- und Lagerhallenbeleuchtung in Österreich muss die Sehaufgabe im Regal treffen und den leeren Rest dunkel lassen.
Senkrecht lesen, nicht nur den Boden
Die ÖNORM EN 12464-1 unterscheidet Gänge, Kommissionierung und feine Kontrolle. Ein Lager ist nicht überall 500 Lux auf dem Boden wert. Entscheidend ist oft die vertikale Beleuchtungsstärke an der Regalfront, damit Etiketten und Gebinde lesbar sind, plus eine Blendgrenze für Menschen, die nach oben schauen.1 Licht nur nach unten macht den Boden hell und das Regal zur Silhouette.
Gleichmäßigkeit in der Ganglänge verhindert, dass das Auge alle zwanzig Meter neu adaptiert. In der Umschlagzone, wo Tageslicht durchs Tor fällt, dimmt die erste Reihe mit. Sonst ist der Übergang von draußen nach drinnen der gefährliche Moment.
Menschen im Betrieb
Die Frühschicht und die Spätschicht sehen verschiedene Hallen. Wer um 5 Uhr beginnt, hat kein Tageslicht an der Rampe. Wer nachts nur eine Gasse braucht, soll nicht 8.000 Quadratmeter wecken. Zonen nach Regalreihe sind die freundlichste Steuerung: an, wo der Auftrag ist, ab, wo nichts steht.
Die Instandhaltung tauscht Leuchten in der Höhe. Wenn dafür jedes Mal ein Stillstand und ein Gerüst nötig sind, wird der Tausch verschoben und die Halle wird fleckig. Leuchten mit langem Erhalt und einem durchdachten Wartungsfaktor gehören in die Lichtplanung, nicht als Nachsatz. Die ÖNORM EN 12464-1 rechnet mit dem Wert, der nach Verschmutzung noch ankommt, nicht mit dem Neuwert am ersten Tag.1
| Mensch | Sehaufgabe | Steuerung |
|---|---|---|
| Kommissionierung | Etikett senkrecht | vertikal, Gang für Gang |
| Stapler | Kreuzung, Rampe | früher an, Übergang zum Tor |
| Reinigung | Boden, Flecken | Szene in der Pause, dann aus |
| Leitung | Volllaststunden | nur belegte Zonen |
Außen, Notlicht, Normen
Die Rampe ist ÖNORM EN 12464-2: ein Arbeitsplatz im Freien, hell zur Verladung, dunkel danach.2 Was über den Zaun fällt, beurteilt die ÖNORM O 1052. Warmweiß, nach unten, keine Reklame in den Himmel, nur weil die Halle ein Logo hat.3
Die ÖNORM EN 1838 ist in hohen Hallen ernst. Fluchtwege zwischen Regalen dürfen nicht nur unter der Mittelgasse 1 Lux haben und in der Nebengasse null. Antipanikflächen an Sammelpunkten und das Lesen der Rettungszeichen gehören ins selbe Konzept.4
Schalten mit dem Auftrag
Ein Schalter an der Sozialraumtür ist der Grund, warum Hallen durchlaufen. DALI macht Reihen adressierbar. Smart Lighting kann auf Belegung oder sogar auf den Kommissionierauftrag reagieren. Die Handtaste für eine außerplanmäßige Reihe bleibt. Niemand soll im Dunkeln auf eine Software warten.
Im Jänner laufen in der Steiermark viele Schichten ohne Tageslicht. Dann entscheidet die Zonierung über die Energieeffizienz, nicht die Wattzahl allein.
Energie und Förderung
Hallen sind die großen Zähler. Eine LED-Sanierung alter Lichtbänder, plus Reihensteuerung, liegt häufig bei hohen Einsparungen. Bis etwa 70 Prozent sind ein Rahmen, wenn die alte Anlage ungeregelt im Dreischichtbetrieb brannte. Die Amortisation ist hier oft kurz, weil die Stunden lang sind. Wir rechnen Ihren Lastgang.
Weniger Strom, weniger CO2. Förderung und Energiespar-Contracting sind für Gewerbe in Österreich oft der Schlüssel, damit die Halle nicht „noch ein Jahr“ wartet. Die Planung misst am Regal, nicht nur auf dem Hallenboden.
Ablauf
Wir gehen mit jemandem mit, der wirklich kommissioniert. Wir halten an der Kreuzung und an der Rampe. Dann werden vertikal, Zone und Notlicht festgelegt. Die Halle soll lesbar sein, wo gearbeitet wird, und still, wo nicht.